Der 917XFM - Blog

Internet – dieses wilde, verrückte Land der unbegrenzten Möglichkeiten - nutzen auch wir jetzt! Unser Blog soll informieren, Hintergründe liefern, weiterbilden und unterhalten. Und wenn wir mal was zu sagen haben, dann kommt das von uns oder von unseren Freunden Mit Vergnügen oder von Gastbloggern.
Lest jetzt!

Spektrum

Samstag, der 06.08.16

Vogelball

Es ist wieder soweit der jährliche, gefiederte Maskenball ruft alle bunten Vögel der Stadt zum Tanzen auf. Packt euer Gefieder ein und dann ab zum Dockvillegelände, um ab 16 Uhr auf der buntesten Party des Jahres zu tanzen. Ein Schmink- und Federstation ist vor Ort und für ein buntes musikalisches Programm ist natürlich auch gesorgt.

 

CSD Parade

Heute bewegt sich wieder die bunteste Parade durch die Hamburger Innenstadt für die volle Gleichberechtigung von LGBTI, gegen Homo- und Transphobie. Ihr seid alle dazu aufgerufen, euch der politischen Parade anzuschließen. Die Parade startet um 12:00 Uhr Lange Reihe, Ecke Schmilinskystraße und bewegt sich dann in Regenbogenfarben durch die City.

 

Spektrum

Gegenüber der Vogelparty steigt das Kontrastprogramm für diejenigen die keine Lust auf Vogelverkleidung haben, sondern lieber zu HipHop den Kopf nicken wollen. Um 13 Uhr geht’s los. Schnell ein Ticket eintüten und auf zum Spektrum beim Dockvillegelände und einen legendären Festivaltag genießen.

 

Sonntag

 

Fuck Reality Open Air

In diesen Tagen steppt der Bär auf dem Dockvillegelände. Heut laden die Jungs von Smallville Records zum Open Air ein und ihr könnt in elektronischer Tanzmusikstimmung den Sonntag ausklingen lassen. Das Wetter ist vielversprechend. Um 15 Uhr geht’s los, also genügend Zeit, um vorher mit dem Rad zum Gelände zu radeln.

MFG- Uebel & Gefährlich

Freitag, der 05.08.16

Electro Pride – Uebel & Gefährlich

Heute Nacht könnt ihr euch schon mal elektronisch einstimmen auf die CSD Parade. Im Uebel & Gefährlich findet anlässlich der Pride Week die Elctro Pride statt und darüber hinaus dürft ihr euch auf ein exzellentes musikalisches Spektakel freuen. Ab 23 Uhr werdet ihr erwartet. Also ins bunte Outfit geschlüpft und los.

 

20 Jahre Hafenklang

Zwanzig Jahre im Feierbusiness ist eine ordentliche Ansage. Für einige Leute war das Hafenklang der erste „Club“ (oder sagte man damals noch Disco?) und ist nach wie vor ein super Schuppen zum Trinken und Tanzen. Daher solltet ihr heute alle die Gläser und Röcke auf den Hafenklang auf dem Gelände des Schröderstift e.V.  zu diversen Live Acts heben. Abends geht’s dann natürlich ab in den Geburtstagsklub und ihr dürft den Boden des Tanztempels zum runden Geburtstag küssen. Um 16 startet die Geburtstagsfeier. Gegen eine kleine Spende seid ihr mit dabei.

Bild (Credit Andreas Oetker-Kast)

Clubplan: Im Club mit Johannes Oerding

Im Club mit … Johannes Oerding

 

Jeden Monat sprechen wir mit einer Hamburger Band oder einem/einer KünstlerIn über die hiesige Clublandschaft. Diesen Monat mit: Johannes Oerding.

 

Johannes, du wirst regelmäßig als „Live Junkie“ bezeichnet. Was ist so toll daran, auf der Bühne zu stehen?

Johannes Oerding: Konzerte zu geben ist für mich die Essenz des Musiker Berufs. Mit den Jahren habe ich gemerkt, dass es das Einzige ist, was mich wirklich zu 100 Prozent glücklich und zufrieden macht. Wenn ich mal eine Woche Pause habe, sitze ich nach zwei Tagen zu Hause und weiß nichts mit mir anzufangen! Das ist wie eine Sucht für mich.            

 

Letztes Jahr hast du 150 Konzerte gespielt. Ist man da noch nervös, oder wird es irgendwann normal, im Scheinwerferlicht zu stehen?

Oerding: Mein Konzept ist ja, jeden Abend ein besonderes Konzert zu geben. Dazu lese ich mir vorher an, was den Ort ausmacht, an dem ich spiele. So kann ich mit den Leuten spontan in Dialog treten. Die musikalischen Säulen stehen, aber zwischen den Songs passiert sehr viel. Von daher bin ich schon vor jedem Auftritt nervös. Sobald die ersten Akkorde gespielt sind, fällt das ab, aber bevor ich auf die Bühne gehe, kriege ich definitiv kleine Adrenalinschübe.

 

Letztes Jahr hast du in Hamburg deine erste Live-DVD aufgenommen. Sind Konzerte in Hamburg für dich etwas Besonderes?

Oerding: Auf jeden Fall! Ich lebe jetzt seit 15 Jahren in Hamburg, hier habe ich angefangen mit meiner eigenen Musik raus zu gehen, ich bin in fast jedem Club aufgetreten – und irgendwie habe ich das Gefühl, dass Hamburg mich mag. Obwohl ich nur Wahlhamburger bin, stehe ich inzwischen für die Hamburger Musikszene. Das finde ich toll.

 

Welches deiner Hamburg-Konzerte wirst du nie vergessen?

Oerding: Da gibt es drei: Mein allererstes Konzert im Rahmen der „Lausch Lounge“ im Hörsaal. Unter den 30 Leuten im Publikum war auch Udo Lindenberg, der danach zu mir sagte, ich hätte eine „Kehle aus Gold“ (lacht). Er weiß das heute nicht mehr, aber für mich war das ein riesiger Motivationsschub. Toll war auch, als ich zwei Abende in Folge das Knust ausverkauft habe, denn dort war ich selbst auf so vielen Konzerten. Und der größte Meilenstein war natürlich die Sporthalle. Das kam meinem Kindheitstraum schon sehr nahe, als auf einmal 7.000 Leute meine Lieder sangen.

 

Gehst du selbst noch gerne auf Konzerte?

Oerding: Absolut, das ist eines meiner größten Hobbys. Wenn Kollegen wie Bosse, Philipp Poisel oder Andreas Bourani in der Stadt sind schaue ich vorbei. Ich gucke mir aber auch oft Konzerte von jungen Kollegen an, weil ich ständig auf der Suche nach Vorbands bin. Gestern erst war ich im Kleinen Donner auf der „Session.One“, das ist eine Serie, die jeden ersten Dienstag im Monat stattfindet. Erst spielen zwei Bands aus dem Bereich R&B, New-Soul, Soul oder HipHop, danach gibt es eine offene Session, bei der jeder spielen kann. Das ist immer ein geiler Vibe. Manchmal mache ich sogar selbst mit – das hängt von meinem Bier-Pegel ab.

 

Wo gehst du sonst gerne hin, wenn du in Hamburg ausgehst?

Oerding: Da ich mitten in der Schanze lebe, liegen viele Dinge vor der Tür. Meine Ausgehkultur hat sich allerdings verändert. Ich gehe nicht mehr in einen Club, wo ich den ganzen Abend durchtanze, sondern ziehe eher von Kneipe zu Kneipe – da gibt es in der Schanze ja viele Möglichkeiten. Die Daniela Bar zum Beispiel.

 

Was macht einen guten Club aus?

Oerding: Ich finde es erschreckend, wie viele unfreundliche Leute in der Schanze arbeiten. Ich mache da noch nicht mal dem Service-Personal einen Vorwurf, denn es muss ihnen ja jemand vorleben. Mir ist wichtig, dass Leute aufmerksam sind und nicht so pseudo-cool. Und in Sachen Konzertclubs finde ich es toll, wenn ein Laden ein bunt gemischtes Programm hat, so wie im Kleinen Donner: Mal sind da DJs, mal Live-Bands, und es treffen sich alle Genres.

 

Wie würdest du die Hamburger Clublandschaft insgesamt beschreiben?

Oerding: Ich finde sie ist sehr unaufgeregt – nicht so verrückt wie in Berlin, wo die Leute oft völlig am Rad drehen. In Hamburg wird man nicht so reizüberflutet, die Feierei ist hier bodenständiger und entspannter. In Sachen Konzertclubs sind wir natürlich mega gut aufgestellt: Wir haben eine Menge renommierte Clubs, die gut klingen. Aber auch für Newcomer gibt es viele Bühnen und Sessions, wo sie sich einfach mal ausprobieren können, zum Beispiel im Goldfischglas in der Schanze oder im Knust.

 

Mal angenommen du würdest zum nächsten Kultursenator gewählt werden – wo würdest du den dringendsten Handlungsbedarf sehen?

Oerding: Puh, das ist schwierig. Ich glaube ich würde irgendetwas mit dem Bunker an der Feldstraße machen. Vielleicht einen weiteren Club? Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit der Kulturlandschaft in Hamburg, also ist es wahrscheinlich am besten, wenn ich einfach weiter Musik mache.

 

Im August spielst du zwei Mal im Stadtpark. Wenn du die freie Wahl hättest, wen würdest du gerne einladen mit dir auf der Bühne zu stehen?

Oerding: Da ich ja gerade mit Udo Lindenberg auf Tour war und das total viel Spaß gemacht hat, würde ich ihn einladen. In meinen Kopf geistern tatsächlich schon viele Ideen herum, was ich mir für die Konzerte Besonderes einfallen lassen kann – vielleicht auch genreübergreifend, dass ich mal einen Rapper mit ins Boot hole. Also die Leute können gespannt sein.

 

Bei welchem Konzert würdest du im August gerne auf der Gästeliste stehen?

Oerding: Ich kaufe Tickets lieber, als dass ich mich auf die Gästeliste schreiben lasse. Im August würde ich gerne zu Tito & Tarantula am 18. August im Logo. Ich habe neulich erst wieder den Tarantino-Streifen „From Dusk Till Dawn“ gesehen, wo sie ja den Soundtrack gemacht haben, und die haben einfach geile Songs. Dann, um mal was anderes zu machen, Helge Schneider am 19. August im Stadtpark. Den habe ich noch nie live gesehen. Und wenn ich nicht selber spielen würde, würde ich am 27. August zu meinem guten Freund Sebo ins Uebel & Gefährlich gehen. Das ist der kleine Bruder von Flo Mega, ein unglaublich guter Musiker.

 

Hast du noch ein letztes Wort für die Hamburger Clubgänger?

Oerding: Unterstützt Newcomer und kleine Bands! Wenn bei Sessions ein Hut herum geht, einfach mal fünf bis zehn Kröten reinstecken oder die CD kaufen.

 

Das Interview führte Nadine Wenzlick.

 

 

ZUR PERSON

Johannes Oerding wurde am 26. Dezember 1981 in Münster geboren und wuchs in Geldern-Kapellen am Niederrhein auf. Vor 15 Jahren zog er nach Hamburg, um seine Musikkarriere voran zu treiben. Nach Tourneen im Vorprogramm von Künstlern wie Simply Red, Ich + Ich und Stefanie Heinzmann veröffentlichte er 2009 sein Debüt „Erste Wahl“. Mit seinem vierten Album „Alles brennt“ schaffte er es auf Platz 3 der deutschen Charts, die Platte hat sich bisher über 200.000 Mal verkauft. Oerding ist mit der Sängerin Ina Müller liiert und lebt in St. Pauli.

 

ZUR MUSIK

Für Johannes Oerding gibt es nichts größeres, als auf der Bühne zu stehen, deshalb brachte er Ende letzten Jahres seine erste Konzert-DVD „Alles brennt – Live in Hamburg“ auf. Die Show wurde in der ausverkauften Sporthalle aufgezeichnet und umfasst 22 Songs: Fast alle Stücke des Erfolgsalbums „Alles brennt“ sowie ältere Klassiker wie „Nichts geht mehr“ und „Engel“. Obendrauf gibt es einen 32-minütigen, intimen Einblick in den Backstage-Bereich.

 

 

JOHANNES OERDING live in Hamburg

Datum: 26. und 27. August 2016 Ort: Stadtpark

Einlass: 18 Uhr Beginn: 19 Uhr

Tickets: 35,00 Euro

 

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